4. Woche – Der Berg ruft

Von: Mt. Seymour – Shopping – Whytecliff Park – Cypress Mountain und Partytime

Oh man, einen Monat sind wir nun schon hier, wie die Zeit vergeht! So langsam sind wir auch angekommen und haben realisiert, dass es doch nicht nur ein Urlaub ist! Vielleicht liegt es auch daran, dass Ralfs Projekt nun begonnen hat! =) Trotzdem sind wir natürlich immer dabei die Schönheiten von Vancouver zu entdecken und weil das Wetter immer noch so toll ist, mussten wir noch schnell die anderen beiden Berge vor der Haustür erklimmen. Los ging es mit Mt. Seymour. Da es hier keinen ÖPNV gibt und wir keine Lust hatten 4h Asphalt-Straße bis zum ersten Parkplatz zu laufen, probieren wir mal wieder einen Mietwagen (diesmal aber nur eine kleine Toyota-Knutschkugel)! Ralf quälte den kleinen auf Anschlag den Berg hoch, aber er schafft es auf den Hügel doch recht flott! Der erste Ausblick ist schon einmal traumhaft, nach dem wir hier die erste Ski-Schule auch schon einmal klar gemacht haben, erklimmen wir den Gipfel des Mt. Seymour über einen steilen Schotterweg immer an der Piste entlang! Ich freu mich schon, wenn ich hier bald hinunter düsen darf! Oben angekommen wird die Aussicht aber noch einmal getoppt und Vancouver ist aus dem Nebel gekrochen! =) Nach einem ganz lieben Plausch mit einem eingewanderten italienischen Rentnerpaar (der Akzent nach 30 Jahren ist aber schon noch sehr lustig) geht es wieder hinab. Den Luxus des Autos müssen wir natürlich noch für eine kleine Shopping-Tour nutzen! Im Real Canadian Store ist natürlich alles wieder völlig überdimensioniert und riesig – egal ob es die Chips-Tüten oder die Auswahl generell ist! Sehr gefährlich!

Von North Vancouver ging es dann weiter über den Highway Nr. 1 nach West Vancouver in den Whytecliff Park. Der Park auf einer Halbinsel mit beeindruckender Steilküste ist echt einen Besuch wert. Nach kurzem Fotoshooting klettern wir von dem kleinen Strand aus die Felsen hinauf, genießen die malerische Landschaft um uns herum und dann fliegt mir doch noch so ein süßes Vögelchen vor die Linse! Auf dem Rückweg durch den Wald des Parks sehen wir dann auch endlich unseren ersten Taucher! Im Trockenanzug und mit Skianzug drunter, will er sich in das kalte Wasser wagen, um die schönen Riffe hier unter dem Meer zu erkunden. Das müssen wir im Sommer auch einmal machen!

Wir finden in dieser Woche auch endlich auch einmal die Zeit dem Tipp von Katrin in Finch’s Tea & Coffee House zu folgen und ein leckeres Mittag zu genießen! Danke, war toll!

Ein kleiner Abendausflug führt uns dann noch zum Ambleside Landing Park mit tollem Blick auf die Lions Gate Bridge, die von den Vancouver Bergen direkt nach Downtown führt – höchst stauanfällig, wie wir noch erleben dürfen! Abends sind die Brücke und die Aussicht von dort aber einfach nur beeindruckend!

Zurzeit sind die Sonnenuntergänge einfach so schön, unser kleiner Spaziergang am False Creek hat das auch nur wieder bestätigt. Geschäftssinn kommt aber hier noch nicht an allen Ecken auf – unglaublich aber war, das einzige Restaurant mit perfektem Blick auf den Sonnenuntergang hat natürlich NICHT offen! =( Es war trotzdem ganz toll und auch wahnsinnig beindruckend, wie der dicke Nebel vom Hafen aus, wie bei Independence Day Downtown Stück für Stück in seinen Bann zog und alles im dicken Grau versank! Blöd nur, dass die Suppe mangels Wind noch 3 Tage lang so in Downtown verharrte. Alle Wasserflugzeugflüge wurden gestrichen und zahlreiche Unfälle! Da blieb nur eine Wahl – Flucht auf den Cypress Mountain! Wir sollten auch nicht enttäuscht werden, nach nur einigen Metern den Berg hinauf, durchbrachen wir auch schon die Nebeldecke und herrlicher Sonnenschein machte sich breit! Neben dem schönen Berg, auf dem unter anderem auch die olympischen Spiele ausgetragen wurden, wollten wir natürlich auch wieder die Ski-Schule erobern. Zusammen mit echt vielen Kandidaten gibt es wieder mal ein Speed-Dating-Wettbewerb und am Ende dürfen wir auch hier mit ins Team. Tina´s Winterbeschäftigung ist also gesichert! =) Auf dem Weg zurück, kommen wir dann auch endlich in den Genuss des schönen Staus vor der Lions Gate Bridge nach geschlagenen 2 Stunden (sonst ca. 45 Min fahrt) mussten wir uns erstmal mit dem Wendys Burger versorgen. Zurück im Nebel spenden uns aber wenigstens die traumhaften gelben Bäume die notwendige Sonne! =)

So langsam wurde es dann auch mal Zeit für eine Partynacht, die hier allerdings schon um 2 aller, aller spätestens um 3 Uhr morgens endet, dann darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden! Wir starten mit unserem Mitbewohner Jeff und 2 seiner Freunde im ANZA Club. Wohl wissend, dass Samstag hier immer Open Decks sind, nimmt Ralf zur Sicherheit mal seine Soundkarte und den Mac mit…kaum angekommen, ist 30 Minuten später noch der letzte Slot des Abends frei, dass lässt er sich natürlich nicht nehmen und spielt seinen ersten Gig in Canada! Nach dem alle ordentlich abgezappelt haben, geht es dann weiter in noch ´ne andere Locations bis es nix mehr gibt! Schöne Party war`s für den Anfang! Nächste Woche geht’s weiter! =)

3. Woche – Getting started while enjoying the wonderful fall

Von: Wohnung einrichten – Truck fahren – City erkunden – Burnaby Lake – Lynn Canyon und Jericho Beach

In dieser Woche möchten wir euch erst einmal unser Viertel den Mt. Pleasant und natürlich etwas mehr von unserer Wohnung zeigen. Nach dem Dodge, nehmen wir uns das Lebensmotto hier an und gehen nun „for big“. Alles gibt es hier einfach immer nur im Großformat und Ralf will endlich auch mal einen richtig großen Ford fahren. Wir mieten uns also einen Truck bei U-Haul, um die neuesten for-free Errungenschaften von Craigslist abzuholen: einen Schreibtisch, Schreibtischstuhl, Sofa, Sideboard und Ikea-Sessel. Ralf hat sichtlich Spaß dabei!

Was man hier zumindest einmal probieren muss: Poutine! Das populäre Kanadische Fast-Food sind im Grunde genommen nur große Pommes mit geschmolzenem Cheddar und Bratensoße. Gewöhnungsbedürftig irgendwie, aber durchaus essbar! =)

Neben dem gemütlichen Abend im Pub, gehen die Kanadier auch gern mal auf ein Spielchen und Tänzchen raus…probieren wir natürlich auch gern mal mit Billiarde und Dart zu House-Mucke im ANZA-Club (Empfehlung von unserem Mitbewohner Jeff). Mir gefällt der Neuseeland-Deko-Kram natürlich auch gleich sehr gut, aber nach dem ich mich im Billiarde Ralf geschlagen geben musste (immerhin beim Einlochen der schwarzen Kugel), schlag ich ihn unglaublicher Weise beim Dart – was für ein Fest! Abgezappelt wird natürlich auch noch bissel, aber die Nächte sind hier nicht allzu lang, nur bis max. 3 Uhr! Dann geht’s heim oder zu ´ner Privatparty weiter. =)

Neben Downtown erkunden wir natürlich weiter die Umgebung. So langsam zieht der Herbst hier auch ein aber mit ganz viel Sonne und Temperaturen bis zu 20 Grad! Am Burnaby Lake genießen wir das auch gleich, sehen aber leider keinen Bär und auch im schönen Lynn Valley nicht! =( Nach dem wir die wackelige Hängebrücke überquert haben, meisten wir souverän den Baden Powell Trail. Im Sommer müssen wir hier unbedingt mal die Klettermöglichkeiten erkunden, das soll hier auch sehr cool sein…

Zum Schluss der Woche müssen wir mal wieder einen der unzähligen Strände erkunden, auch wenn es zum Baden doch etwas kalt ist! Die Meeresbriese und der Blick sind einfach immer wieder traumhaft, egal wo man  hier ist, aber seht selbst….

KLEINER TIPP: Wenn ihr den “Info”-Button rechts drückt, gibt es zu jedem Bild noch einen Titel.

2. Woche – Neue Wohnung

Von: Einzug – Ikea – UBC & Wreck Beach – Granville Island – English Bay und Gastown

Eine schöne Bleibe haben wir schon, nun gilt es erst einmal umzuziehen und zumindest ein Bett zu organisieren, da die alte Mitbewohnerin von Jeff leider fast alles mitgenommen hat. Dank Craigslist hatte ich schon mal einen Bettrahmen for free, den mussten wir in unserem kleinen Dodge dann erst einmal abholen, zum Glück passte es in seinen fünf Teilen überraschend gut hinein. Am Dienstag dann gleich noch auf zu Ikea und zumindest eine Matratze kaufen. Hier nun aus der Reihe „Matratze kaufen for Dummies“:

Man mietet sich eigentlich nur deswegen ein Auto, fährt 20 km zum nächsten Ikea, sieht dort Leute mit komischen leuchtenden Schildern um den Hals und darf feststellen  – die streiken! Ikea ist zu! Yuppie! Zum Glück sind sie nett und geben uns ein paar Tipps wie wir in günstigen Thrift Stores doch noch unser Glück finden können. Auf zu Value Village, hier gibt es schon mal Bettzeug und anderes Nützliches, aber keine Matratze. Dies geht uns leider noch bei ca. 5 weiter Shops so, also wenigstens das Auto noch nutzen, um etwas von unserem Gepäck und den ersten Großeinkauf zu transportieren. Nach einem letzten Tag bei Aaron zeihen wir erst einmal in unsere neue Bleibe um. Leider hilft uns Craigslist nicht weiter, deshalb ein neuer Versuch zu Ikea zu fahren und sich die Matratze notgedrungen liefern zu lassen. Auf geht es mit dem Bus nach Richmond. Noch 1,5 h bis Ladenschluss. Ikea hat AUF! Ab zur Service Station,  erste Schocknachricht – das Personal streikt immer noch – kein Lieferservice! Prima! Wir brauchen aber irgendwas auf dem wir schlafen können und zur Not müssen wir den Busfahrer nett fragen, so viele werden Nachts um 21Uhr sicher nicht mit einer Matratze durch Vancouver fahren! ;o) Hot Dogs gibt es übrigens auch keine, um den Frust besser zu verarbeiten – ach ja, es war ja Streik angesagt! Ab die Einkaufsliste ab arbeiten, dann in die Regale und das Zeugs einsacken…halt Stop…unsere Matratze ist nicht da!!! Ach ja, es ist ja Streik, die nette Dame weißt uns darauf hin, dass erst in einer Woche wieder geliefert wird. Okay wir nehmen also eine Andere! Kurz vor der Kasse – die „AS IS“-Abteilung (Ramschecke), wie immer können wir nicht ohne einen kurzen Blick daran vorbei gehen und ihr werdet es nicht glauben, da liegt SIE, unsere ausgewählte Matratze und 50% günstiger – GEIL, nehmen wir! Ist nur leider nicht mehr vakuumverpackt, das lösen wir aber gleich noch! Nach dem Bezahlen hilft uns ein netter indischer Mitarbeiter unseren Super-Dürüm zu rollen, eine Tüte IKEA-Chips hilft uns über den bösen Hunger und nun auf zum Parkdeck, vielleicht haben wir ja noch einmal Glück und in einem von den vielen riesen Autos ist noch Platz für uns und unsere Matratze! Während ich die vorwiegend männliche Fahrer nett nach einer Mitfahrgelegenheit frage, kann Ralf nicht anders und muss der kleinen Vietnamesin mit dem riesen Schreibtisch und dem neuen VW seine Hilfe anbieten. Keiner der Fahrer wollte leider in unsere Richtung, ich also auch mittlerweile verzweifelt dabei den reisen Schreibtisch in das Auto zu hieven. Nach dem wir alle Möglichkeiten durchdacht haben und wir in unserer Verzweiflung einig sind, meint Tuyet schließlich, warum nicht alles versuchen in das Auto zu bekommen und einer hält den Schreibtisch, weil das Auto so oder so einfach nicht zu gehen wird und sie Hilfe braucht. Finden wir einleuchtend, also alles irgendwie reinstapeln, mit Seilen festbinden, Tina auf die Rücksitzbank unter die Matratze schlängeln, während sie den Schreibtisch auf der Fahrt hält und ab geht’s. Nach einem längerem Abstecher nach Surrey, um ihre Sachen erst einmal aus dem Auto zu bekommen, einem etwas ungläubigen, hungrigen, brasilianischen Ehemann am Telefon (der die Geschichte nun in Kurzfassung bekommt) und dann beim Ausladen hilft, fahren wir ca. 30 km zurück zu unserem neuen Häuschen und laden schnell unseren ganzen Kram auch noch aus. Was für eine Action! Zum Glück ist Subways ums Eck, nach diesem Abenteuer haben wir uns aber das Abendessen richtig verdient und natürlich laden wir die beiden lieben Helfer gern ein. So findet man also erste Freunde und zum Schluss auch noch die gewünschte Matratze! =) Die erste Nacht im eigenen Heim ist sehr erholsam, kein Wunder bei dem Tag!

In den nächsten Tagen beglückt uns die Sonne wieder ausgiebig und das müssen wir natürlich nutzen, wir wissen ja nicht wie lange es noch so bleibt. Wir erkunden also das Gelände der UBC, ob mir hier das Auslandssemester auch gefällt? Überraschend ist auch hier, die hohe Anzahl an Ausländern aus allen Ländern und vor allem natürlich aus Asien. Der Campus ist aber sehr eindrucksvoll und der unieigene Wreck Beach auch sehr schön! Dann mussten wir die lokalen Speisen auf dem Public Market in Granville Island einmal erkunden, den ersten selbst gekochten Lachs probieren und die English Bay unsicher machen. Gastown, der älteste Teil der Stadt gefällt uns bisher mit am besten und auch die China-Gruppen finden hier alles ganz fotowert! =) Aber seht selbst:

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1. Woche – we LOVE it

Von: Abschied – Unserem Start in Canada – Grouse Mountain – Stanley Park

Nach einem emotionalen Abschied in Zittau, führte uns die spannende Zugfahrt mit Verspätung und verpasstem Anschluss nach Dillstädt (bei Suhl). Die letzte big Party stand auf dem Programm bei und mit Katrin. Nach einem rauschenden Fest bis in den frühen Morgen und einem entspannten Tag im Thüringer Wald ging es dann weiter nach Frankfurt am Main – diesmal ohne Verspätungen!!! Dank Online-Check-In für 10€ durften wir an der langen Schlange vorbei und in 10 min. unsere beiden Koffer, riesen Rucksack, Reisetasche und Skibag abgeben. Nach einem letzten Paar Frankfurter mit Brezen ging es dann ab in die Condor-Maschine (wir haben selbst nach Sri Lanka ein besseres Flugzeug mit leckerem Essen gehabt), aber gut was sind schon 10,5 h Flug! Der Zauberer von Oz und Save Heaven sorgten für Ablenkung und als uns Vancouver beim Landeanflug schon mit Sonne begrüßte, war sowieso alles nur noch total spannend! Wir konnten uns schnell zum Gepäckband durcharbeiten und unsere 5 Stücke recht flott einsammeln, dann aber kam der spannende Teil – Immigration Department! Da saßen wir nun in einem  riesigen Raum ohne Fenster, mit grimmigen Beamten, um unseren Stempel im Pass zu bekommen und die Erlaubnis in Canada zu leben! Ein asiatisches Mädchen mit Dolmetscherin wurde erst einmal lautstark zusammen gefalten und der Lüge bezichtigt, ein Künstler wurde gründlich geflitzt und musste alles ausräumen was er so mit hatte. Schöne Aussichten! Dann waren wir an der Reihe – das reizende deutsche Paar zieht irgendwie gut – nach drei Fragen gab es den Stempel und ein „Welcome“ und wir waren auch schon fertig! Juhu!

Unser erster Ritt mit dem Skytrain und unserem ganzen Kram lief überraschend gut und schon hier machte sich die Hilfsbereitschaft der Kanadier bemerkbar. Nach 30 Min. haben wir auch schon unsere erste Bleibe bei Aaron, Stephen, Dave und Dave2 erreicht – einfach nur toll! Als Nächstes galt es die erste Mahlzeit zu erhaschen und etwas für das Frühstück zu ergattern, also gleich noch mal los und die Gegend erkunden. Zum Glück war gleich die Oakridge Mall ums Eck! Erst einmal ne leckere Pho beim Vietnamesen genießen und dann ab zu Safeways shoppen! Nach diesem anstrengendem Tag war nichts schöner als einfach ins Bett zu springen und zu schlafen!

Für die nächsten Tagen galt es nun Vancouver zu erkunden, den Grouse Mountain zu erklimmen und ganz wichtig unsere erste große Aufgabe zu meistern: Eine Wohnung finden! Dank Craigslist lief das auch recht gut und nach einer Woche haben wir zumindest schon mal eine feste Bleibe, den Rest seht ihr hier:

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