Whistler: 2 Tage im Schnee toben

Von: Ein paar Tage im Schnee toben in Whistler

Auch wenn wir schon kurz vor Weihnachten das kleine süße Örtchen erstürmt haben, dachten wir, weil es so schön war, bekommt Whistler einen extra Beitrag, nicht das es zwischen Weihnachten und Silvester unter geht! 😉 Mit dem „Extra-Special Ski-Packet“ von Greyhound ging es also 2 Tage gen Norden ins noch verschlafene Whistler. Verschlafen sind wir auch morgens um 6 Uhr mit dem Bus aus Vancouver gestartet, um pünktlich um 9 Uhr auf der Skipiste zu stehen! Mitten im Örtchen hat uns der liebe Busfahrer dann raus geschmissen und auf ging es mit unserem Leichensack namens Skibag durch die süßen Gassen zu unserer schönen Unterkunft, der Summit Lodge. Kurz vor den Weihnachtsferien haben wir noch einen super Deal ergattert und um diese Zeit ist es hier noch schön ruhig! Also schnell Sachen abgeworfen, umgezogen und auf zum Lift im hoteleigenen Shuttle. Ruck-zuck sind wir auch schon da und die weiße Pracht breitet sich vor uns aus, auch die Sonne blitzt ein wenig durch. Die Tickets also schnell am Schalter abgeholt und rein in die Whistler-Gondel. Auf dem Gipfel empfangen uns gleich blauer Himmel, Sonnenschein, natürlich die Olympischen Ringe und eine Horde Servicemitarbeiter, die uns gern die besten Pisten für den heutigen Tag empfehlen. Kurze Fotopause, dann geht’s über den „Rabbit Track“ und geiler Buckel-Piste durch den Wald auf zur „Little Whistler Peak“ – huch wo ist Ralf denn? Fängt ja gut an, erste Piste, schon verloren! Zum Glück führen alle Wegen nach unten & zum Lift, wo wir uns auch wieder treffen und gleich mal die geile „Sniffle Station“ testen müssen! Was für eine tolle Erfindung – sollte es in allen Skigebieten geben! 🙂 Nach dem kleinen wollen wir natürlich auch noch hoch auf den richtigen Whistler Mountain – auch der kleine Schneesturm kann uns davon nicht abhalten! Diesem kleinen “closed“-Schild zum Trotz, folgen wir den Menschengrüppchen einer tollen Strecke den Powder-hindurch, toll so eine unpräparierte Piste! Bis wir feststellen, dass der „ Highway 86“ seinem Namen so gar nicht gerecht wird. Zu Beginn zeige ich noch Erbarmen und spanne mich wie ein Pferdchen vor Ralfi auf seinem Board, um ihn durch den schönen Winterwald zu ziehen. 🙂 Aber auch das stärkste Pferdchen hat halt nur 1 PS und so spende ich dann meine Stöcke, damit er selbst ein wenig Schwung gewinnen kann. Der schöne Ausblick, lässt die Strapazen aber zum Glück ganz schnell vergessen! Dann gibt es auch noch ein schönes Mittag in der Roundhouse Lodge – standesgemäß mit Fish& Chips. Ein Stück BÄRlin hat sich auch hier her verirrt, da müssen wir doch gleich noch einmal posen! Gestärkt geht es weiter auf die nächsten ungetesteten Pisten, da haben wir uns aber gleich richtig die Heiße Schoki und ´ne Entspannungsrunde im hot-tub verdient! Nach einem lecker indischen Abendessen geht es dann noch ins wunderschön beleuchtete Dorf und ins Amsterdam Pub zum „Schwof“! 🙂 Danach hören wir das Bett schon förmlich nach uns schreien.

Am zweiten Tag ging´s dann rauf auf den zweiten Berg in Whistler, dem Blackcomb Mountain. Im Dorf selbst, könnte langsam auch mal wieder etwas Schnee fallen, auf dem Berg ist dank der Hilfe von Schneekanonen der Hauptteil gut präpariert. Die schwarzen Pisten sind aber leider eher noch grün und sehr waldig, weil hier nix gemacht wird! 🙁 Wir haben dafür umso mehr Spaß ganz oben und auf dem Gletscher mit herrlichem Powder! 🙂 Da lohnt es sich auch mal ein paar Meter hinauf zu stapfen, auch für den tollen Ausblick! Dann geht’s noch schnell rüber zur anderen Seite des Berges, rauf zum Hostman Hut, wo uns wieder ein riesiger Inukshuk aus Stein begrüßt und den Weg hinab weist! 🙂 Nach dem wir die lästige Fototante abgewimmelt haben, oder besser ich (mit hungrigen Menschen, die auch noch dringende Bedürfnisse haben, macht man einfach keine doofen Springbilder! 😉 ) machen wir noch schnell ein eigenes Bild und weiter geht’s zur Peak2Peak-Gondel rüber zum Whistler Mountain. 3km schwebend übers Tal! Tolles Gefühl, solang das Seil nicht reißt! 🙂 Ralf kniet noch mal schnell vor der „Salish Figure“ nieder und dann ab zur letzten Fahrt!

Bis der Bus zurück nach Whistler fährt, haben wir noch ein paar Stunden und die wollen genutzt werden. Ein schöner letzter Spaziergang durchs Dörfchen, Burger und Bier im El Furni mit 2 lieben Kanadierinnen und Canucks – Eishockey-Game live! Gelungener Abschluss, da fehlt nur noch ein gutes altes Becks im Bus und auf nach Hause! 🙂