August & September 2014

Von: Surfen auf Vancouver Island – Besuch aus Hamburg von Verena – Hike auf Quarry Rock – Road Trip mit ganz viel Natur: Whitehorse – Watson Lake (Schilder-Wald) – Geisterstadt Hyder – Smithers – Barkerville (Gold Rush) – Clinton – Joffre Lakes – Whistler – Vancouver

 

So nach einem längerem Päuschen, bedingt durch den traumhaften Sommer und vieler Erlebnisse, gibt es endlich wieder Fotonachschub und das gleich in geballter Ladung! J

Wir beginnen mit einem Surft-Trip auf die verwunschene Vancouver Insel. Zusammen mit ein paar Freunden vom dt. Stammtisch haben wir zum langen Wochenende Anfang August gern erstmal 3h Anstehen für die Fähre in Kauf genommen, um die Mystik von Ucluelet zu erkunden! Nach etwa 10h erreichen wir glücklicherweise auch noch unseren Zeltplatz! Nach ausgiebiger Frühstücksorgie mit kurzem Kampf um die Flamme unserer 2 Gasbrenner für 9 Personen, geht es dann erst einmal auf Erkundungstour an urischen Bäumen hinab zum nebelverhangenen Strand am Wya Point. Willkommen in einer anderen Welt, da schwebt sogar Ralf gleich davon. Nach einem entspannten Tag am Strand und Kursbuchung, geht es nach dem abendlichem grillen noch auf einen Spaziergang zum Leuchtturm von Ucluelet mit traumhaftem Sonnenuntergang. Am nächsten Tag geht es dann endlich auf zum Surfen! Also erstmal in den Neoprenanzug gequetscht, Surfbrett abgecheckt und dann ab ins kühle Nass. In den ersten beiden Stunden hielt sich der Nebel auch noch schön über dem Meer, so war es wenigstens nicht so hieß! Das Kursziel auf dem Brett stehen& bissl die Welle surfen, erreichen wir zum Glück beide, aber ich kann euch sagen, dass ist harte Arbeit und auch ein bisschen respekteinflößend diese Naturgewalten zu reiten! J Danach sind wir auch alle nur noch so fertig, dass wir am Feuer mit Marshmallows versacken! =) Am nächsten Tag wollten wir eigentlich auch noch mal rauf auf das Surfbrett, da uns allerdings jeder Muskel schmerzte, haben wir uns noch für einen schönen „Walk in the Park“ entschieden und dann schon mal den Weg zur Fähre angetreten. Auch hier mussten wir wieder ein paar Stündchen warten, um endlich das Festland zu erreichen, aber zum Glück kann man sich ja immer die Zeit damit vertreiben eine gute Wurst zu grillen! =) Endlich auf die Fähre gekommen, genießen wir dann auch wieder den schönen Sonnenuntergang – bis auf den Muskelkater ein sehr gelungenes Wochenende! J

Back in Town genießen wir einmal das Outdoor-Kino im Stanley Park und schauen uns nach zig Jahren Dumm und Dümmer an! Einfach genial!

Montagabend hieß es für uns im Sommer immer ab zum Beachvolleyball, selbst Verena hatte dabei Spaß! Meine Liebe Freundin aus Hamburg (die ich in Neuseeland kennenlernte) hat uns Anfang August einen Besuch abgestattet und natürlich haben wir Ihr gern die Vorzüge unseres schönen Vancouvers gezeigt, angefangen beim Wreck Beach, über Drumsnight am Third Beach mit wunderschönem Sonnenuntergang, Korean Barbecue, Shopping, Comedy-Club-Besuch, Abstecher in den Busch und über die lange Capilano Hängebrücke hinweg. Alle Abenteuer haben wir natürlich mit Bravour bestanden und am Ende sogar eine Auszeichnung bekommen! J Das Sommer-Kino am Canada Place mit den Gostbustern war leider ins Wasser gefallen, daher mussten wir dann leider die Fortsetzung unseres gemeinsamen Lieblings Step-Up schauen! Es war eine sehr schöne Woche mit dir lieben Verena, vielen Dank für den Besuch!

Wochenende – Sonne: Auf zum Hiken! Diesmal von der schönen Bucht in Deep Cove in North Van aus hinauf zum Quarry Rock, wo wir mal wieder mit einer wunderschönen Aussicht belohnt wurden, nur leider sind wir am Haus von Will Smith nicht vorbei gekommen! Aber beim entspannten Picknick am Strand ist uns was anderes vor die Linse geschwommen! J

Beim ersten Event waren wir dabei, deshalb, konnten wir natürlich nicht bei der „Special Summer Series im Stanley Park“ fehlen! Wieder ein sehr entspannter Nachmittag mit Freunden im Park und Tanz zu netter elektronischer Mucke und tollen Eindrücken auf das nächtliche Vancouver auf dem Rückweg!

Ja und dann war es auch schon Zeit für unseren 2500 km Road Trip von Whitehorse (Yukon) zurück nach Vancouver! Also erstmal ab in den Flieger um auf den wohl kleinsten Flughafen AK Bahnhof zu landen. Da man 40 Min auf den Bus in die Stadt wartet und in 40 min auch in die Stadt gelaufen ist, entscheiden sich Ralf, meine Krackse und ich uns für einen schönen Spaziergang. Der wird nach 10 Min jedoch jäh unterbrochen, von einer netten Omi, die uns gern in ihrem Auto mit in die Stadt nehmen will, na da können wir ja nicht NEIN sagen, oder? Sie schafft uns sogar bis zu unserem schönen historischen Bed & Breakfast gegenüber von der katholischen Kirche! J Nach einer kurzen Entspannungsrunde in den super bequemen Sesseln und einer Rundtour im Garten geht es mit den Hauseigenen Rädern auf Erkundungstour in Whitehourse. Von der Tram, über den Public Market, dem Schaufelraddampfer Klondike, dem Yukon River mit Staudamm und Denkmälern ist alles dabei. Dann sind auch endlich Katrin und Andreas in der Stadt eingetrudelt, unsere beiden Mitstreiter für den Road Trip. Sie konnten sich zum Glück auch schon etwas einfahren auf ihrem Weg von Anchorage (Alaska) bis hier. Da haben die beiden und wir uns natürlich erst einmal etwas Entspannung verdient, ab geht es also in die Hot Springs! Am nächsten Tag geht es dann auch nach dem lehrreichen Fischleiterbesuch mit riesen Lachsen endlich auf unseren Road Trip!! Erster grandioser Aussichtspunkt: Blick hinab in den Miles Canyon. Dann gibt es erstmal nicht viel außer sehr viel Wald und Landschaft zu sehen bis wir Teslin für einen Zwischenstopp im Museum für den großen Straßenbauer im Yukon erreichen. Aber schon mal cool zu sehen, mit welchen Maschinen das früher im Straßenbau auch ging! 😉 Dann geht es weiter durch bezaubernde Landschaften, bis wir endlich unseren ersten Bär sehen. Andreas unser Adlerauge hatte zum Glück ganz emotionslos angekündigt das da grad ein Bär war, das hieß für uns also umgekehrt und Fotos raus! Was uns vor die Linse lief war umso bezaubernder, eine Bärenmutti mit 3 Kleinen – so putzig, zumindest so lange man den Abstand einhält! J Nächstes Zwischenziel Watson Lake – Schilderwald! Hier haben Menschen weltweit (ganz erlaubt natürlich), Schilder von überall hierher mitgebracht, um den Wald nun mit über 78 000 Schildern zu pflastern. Natürlich finden wir hier Berlin, Freital und Dresden wieder! J Nach kurzer Stärkung im Diner, wo wir als Tourist sofort identifiziert und wie Aliens angestarrt wurden – offensichtlich sind die hier selten, warum nur? – Geht es weiter am nächsten Bär vorbei, über einsame Straßen zum schönen Boya Lake, um mal wieder die Füße zu vertreten. Bevor wir unsere Bleibe für diese Nacht in Dease Lake erreichen, rammen wir nur fast noch eine Cow Moose (Elchkuh) und werden vom Blitz erschlagen – nicht ganz war zum Glück nur ein Chinaböller zur Begrüßung! J Nach einer erholsamen Nacht geht es weiter mit Frühstück im Auto auf unsere nächsten knapp 730 km für diesen Tag. Zwischenziele zum Mittag: Der riesige Bear Glacier, das süße Städtchen Stewart mit Mittagspause und der freundlichsten Geisterstadt in Alaska – Hyder! Neben der verlassenen Stadt gibt es hier on Hyder noch den Salmon River zu sehen, wo in dem sehr flachen Flusslauf unzählige Lachse versuchen gegen die Strömung zu Schwimmen. Im Morgengrauen und während der Dämmerung kann man hier auch wunderbar Bären beobachten. Leider verirrt sich am Nachmittag keiner hierher, da bleiben mir nur die Fälle vom Schwarz- und Grizzly-Bären zum Streicheln! Weiter geht es dann auch schon in Richtung Smithers, wo wir nach kurzer Verirrung im Hinterland und gefühlten 50km auf unbefestigter Straße irgendwo im nirgendwo bei Tammo auf der Ranch stranden, um endlich eine Nacht in der Blockhütte zu verbringen! Der liebe Hauswirt hat hier alles allein aufgebaut und liebevoll eingerichtet, einfach traumhaft! Ganz traditionell kümmern sich die Frauen natürlich um das leibliche Wohl und die Männersch um die warme Stube! J Unbezahlbar ist aber einfach die Aussicht ins Grüne gewesen von der Veranda mit dem morgendlichen Kaffee in der Hand! Das riesige Gelände der Ranch mussten wir natürlich am Morgen mit dem Haushund Snuff erkunden, da hat der Aussteiger aus Holland wirklich einen wunderschönen, aber sehr abgeschiedenen Platz zum Leben gefunden. Den Blick in den Canyon müssen wir natürlich auch noch mitnehmen und einmal schnell durch Smithers bummeln und ein Eis im Moose Hut schlabbern, dann geht’s back on the Road. Es gibt natürlich auch hier wieder ganz viel Natur, schöne Seen wie den Fraser Lake und ganz viel Holz zu sehen! J Unser abenteuerliches Nachplätzchen finden wir diesmal in Hixon im Paradise Motel, wo uns die korpulente Tina ganz liebenswürdig empfängt und uns in unser Zimmerchen führt, fehlt nur noch das unsere kanadischen Wanderarbeiter im Nachbarzimmer die Axt auspacken und einen auf Serienkiller machen, dann wäre der Film perfekt. Das Örtchen hat nämlich leider sonst rein gar nix zu bieten und bis auf der kleine Supermarkt macht alles um 6 abends zu. Wie Tina uns empfiehlt könnten wir auch gern durch den Fluss waten, um in den Ort zu gehen und zu schauen, ob das Pub noch offen hat. Wir entschieden uns doch für das Auto, man weiß schließlich nie, was da plötzlich aus dem Busch springt. Der Wirt vom Pub macht grad zu, also schnell Mikrowellenfutter und ´ne Fertigsuppe geholt und in der Miniküchenzeile Abendbrot gekocht. Durch die eigenartigen Gerüche im Zimmer, die jedoch nicht daher stammen, dass wir das Duschen im modrigen Badezimmer verweigern, sind wir aber zum Glück alle schnell benebelt und schlummern süß! Am nächsten Tag wollen wir dem Goldrauch etwas näher auf die Spur kommen und ab geht es nach Barkerville! Das detailgetreu nachgebaute Städtchen wird von verschiedenen Schauspielern bewohnt und in liebevollen Führungen wird durch das Leben vor 150 Jahren geführt. Ich konnte sogar selbst Goldschürfen und ein paar Krümel aus dem Dreck waschen! Dann ging es weiter zum Tagesziel Clinton, einem süßen Städtchen im Fraser Valley. Nach landestypischer Kost – Rippchen und Pommes – ziehen uns leider Katrin und Andreas voll ab beim Billiard. Auf unserem vorletzten Streckenabschnitt, genießen wir den Ausblick auf die langsam immer höher werdenden Berge um uns herum und natürlich die freundlichen Lollipop-Men von den Baustellen. Dann geht es auch schon hochhinaus zu unserer Wanderung zu den 3 Joffre Lakes, eigentlich kann man sich die Strapazen fast sparen, wenn doch nach den ersten 10 min der erste See schon so toll aussieht! 😉 Naja aber nun sind wir einmal da, also hinauf den steilen Weg zum 2ten wunderschönen See und dann weiter über die Felsen kletternd zur dritten Perle! Schnell den Ausblick und ein erfrischendes Bad im Gletschersee genossen, dann geht es auch schon wieder hinab, schließlich wollen wir noch weiter nach Whistler! Nach dem wieder recht anstrengenden Tag haben wir uns definitiv ein schönes Bad im Jacuzzi und ein leckeres Essen in der Old Spaghetti Factory verdient! Nächster Morgen – nun müssen wir aber wieder schnell nach Vancouver, mal wieder bissl arbeiten, nur schnell Zwischenstopp an den Shannon Falls, die im Sommer aber deutlich kleiner sind! Wie könnte man den Abschluss einer so schönen gemeinsamen Reise besser genießen als mit Sushi zum Sonnenuntergang am Strand? Ja eben, also los geht’s! Vielen Dank liebe Katrin und Andreas für den coolen Road Trip und euren Besuch!

Und euch, viel Spaß beim Bilderschauen!

Google Maps Whitehorse – Vancouver Trip:
https://mapsengine.google.com/map/viewer?mid=zaETJdBY6eTM.kzCDvbQfWCB4